Gartenreisen im In- und Ausland sind eine Quelle der Inspiration und des Lernens. Sie erweitern den Blick und führen zu Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen.
GÄRTNER GRAF stellt hier Orte vor, die ihn besonders beeindruckt haben und deren Besuch lohnt.
Ebertpark – Innovatives öffentliches Grün
EBERTPARK – GRÜNE VIELFALT IM STADTRAUM
Entstehung & Namensgebung

Der Ebertpark ist eine Parkanlage in der Stadt Ludwigshafen am Rhein. Er ist nach dem Reichspräsidenten Friedrich Ebert benannt und wurde am 28. Mai 1925 im Rahmen der Süddeutschen Gartenbau-Ausstellung (SÜGA) eröffnet.

Fotos: Wikimedia
Vom Sumpfgebiet zur grünen Lunge
Der Park entstand auf einem ehemaligen versumpften Altrheinarm mit bis zu drei Meter tiefen, binsenbewachsenen Tümpeln.

Karte: GoogleMaps
Gerade diese Ausgangslage erwies sich als ideal, um für das dicht besiedelte Umfeld eine «grüne Lunge» zu schaffen. Die Fläche des Parks umfasst rund 29 Hektar.
Ort für Freizeit und Erholung
Der Park bietet zahlreiche Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Wahrzeichen ist der geometrisch gestaltete Eingangsbereich an der Erzbergstraße mit Springbrunnen, gepflegten Blumenbeeten und dem Turmrestaurant.

Auch der Weiher im Ebertpark lädt zu Spaziergängen und ruhigen Momenten ein.
Themenräume im Park
Viele Besucher:innen werden von den unterschiedlichen Sondergärten angezogen. Waldstauden-, Rosen-, Quell- und Rhododendrongarten laden zum Entdecken ein.

Fotos: Hubert Berberich/Wikimedia
Ein Lesegarten bietet zudem ruhige Nischen zur Erholung. Der Park ist damit nicht nur Erholungsraum, sondern auch ein wertvoller Lebensraum für Flora und Fauna.

Fotos: AnRo0002/Wikimedia
Naturalistische Pflanzkonzepte
Die Pflanzungen im Ebertpark folgen einem naturalistischen Stil. Damit wird gezielt auf Herausforderungen wie Klimawandel und den Rückgang der Biodiversität reagiert.

Die Gestaltung variiert je nach Ort und Situation stark und schafft so ein vielfältiges, innovatives und hochwertiges öffentliches Grün.
Gärtnerische Handschrift
Harald Sauer ist gärtnerischer Leiter des Ebertparks. Er zeigt, dass extensive Pflege und ästhetischer Anspruch keinen Widerspruch darstellen müssen.

Foto: Facebook
Nach seiner Auffassung sollte die gärtnerische Hand möglichst nicht sichtbar sein. Gleichzeitig hat er mit seiner üppigen Staudenbepflanzung auf der Bundesgartenschau 2023 im Luisenpark Mannheim gezeigt, dass er ein prägender und zukunftsweisender Pflanzengestalter ist.