Die Pflanzen in deinem Garten sind gesünder und gedeihen besser, wenn du für sie ein ökologisch intaktes Umfeld schaffst. Grundlage dafür ist eine hohe Biodiversität.
GÄRTNER GRAF gibt dir einfache und leicht umsetzbare Tipps, wie du deinen Garten nachhaltiger pflegen und biologische Vielfalt erreichen kannst.
Nistwand für Wildbienen

- Für den Bau kannst du ganz unterschiedliche Gefäße verwenden. Balkonkästen aus Terrakotta sind nicht zwingend nötig. Auch alte Tongefäße, Pflanzkübel oder Holzkisten eignen sich gut. Am sinnvollsten ist es, wenn du ein Gefäß nutzt, welches du ohnehin nicht mehr brauchst.
- Wichtig ist die richtige Tiefe: Das Gefäß sollte zwischen 15 und 30 cm tief sein. So können die Wildbienen ihre Brutröhren ausreichend tief anlegen. Gleichzeitig sorgt das Gefäß dafür, dass du die Nistfläche stabil aufstellen und bei Bedarf problemlos austauschen kannst.
- Für die Füllung mischst du Sand und Lehm im Verhältnis 10:1. Verwende keinen reinen Spielsand, sondern möglichst lehmhaltigen Sand, zum Beispiel aus einem Kieswerk. Ist der Lehmanteil zu hoch, wird die Mischung zu hart. Der Lehm wirkt als Bindemittel und sorgt dafür, dass die Gänge stabil bleiben.
- Mische zuerst die trockenen Bestandteile und gib dann schrittweise Wasser hinzu. Die Mischung sollte feucht, aber noch krümelig sein und ihre Form gut halten. Fülle sie in das Gefäß und drücke sie dabei sorgfältig fest. Glätte zum Schluss die Oberfläche.
- Sobald die Füllung getrocknet ist, platzierst du die Nistkästen an einem geeigneten Ort, sodass die Sandfläche vertikal ausgerichtet ist. Ideal ist ein sonniger, regengeschützter Platz, zum Beispiel an einer Hauswand unter einem Vordach. Eine Ausrichtung nach Osten bis Süden sorgt dafür, dass sich die Fläche gut erwärmt – genau das mögen viele Wildbienenarten.