Wie überall sorgen Fachbegriffe auch im Garten für Klarheit – allerdings nur, wenn wir diese besonderen Wörter kennen und ihre Bedeutung verstehen.
GÄRTNER GRAF erklärt dir wichtige gärtnerische Begriffe und hilft dir, im Fachjargon mitzureden.

Topiary

  1. Topiary leitet sich indirekt vom griechischen Wort «tópos» für «Ort» oder «Landschaft» ab. Im Lateinischen entstanden daraus die Begriffe «topiarius» für «Kunstgärtner» und «ars topiaria» für «Gartenkunst». Im Französischen wird der Formschnitt als «art topiaire» bezeichnet.
  2. Es ist die Kunst, Pflanzen durch gezielte Schnitttechniken in meist geometrische Formen zu bringen und ihnen ein architektonisches, ornamentales oder figürliches Aussehen zu verleihen. Die Bandbreite reicht von einfachen Kegeln, Kugeln und Pyramiden bis hin zu komplexen Tierskulpturen.
  3. Der Formschnitt erfolgt in der Regel im Juni. Junge, wüchsige Pflanzen werden häufig zweimal geschnitten – im März und Ende Juni. Aufwendige Figuren erfordern oft zusätzliche Schnitte, um ihre Form zu bewahren.
  4. Für komplexe Figuren kommen häufig Drahtrahmen zum Einsatz, die über die Pflanze gestülpt werden und als Schnittvorlage dienen. Für exakte geometrische Formen sind Hilfsmittel wie Richtschnur, Messlatte und Senklot unerlässlich.
  5. Bevorzugt werden winterharte, immergrüne Gehölze mit dichtem Wuchs und kleinen Blättern beziehungsweise Nadeln, etwa Buchsbaum (Buxus), Eibe (Taxus), Liguster (Ligustrum), Stechpalme (Ilex), Lebensbaum (Thuja) oder Scheinzypresse (Chamaecyparis).