Wie überall sorgen Fachbegriffe auch im Garten für Klarheit – allerdings nur, wenn wir diese besonderen Wörter kennen und ihre Bedeutung verstehen.
GÄRTNER GRAF erklärt dir wichtige gärtnerische Begriffe und hilft dir, im Fachjargon mitzureden.

Steckholz

Illustration: Tetiana Bukhinska

  1. Steckhölzer sind abgeschnittene, blattlose Triebe verholzter Pflanzen, die in Erde gesteckt werden. Es handelt sich um eine vegetative Vermehrungsmethode. Die neu entstandenen Pflanzen sind genetisch mit der Mutterpflanze identisch.
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  2. Diese Vermehrungsart wird vor allem bei Gehölzen wie Weiden, Pappeln, Liguster, Holunder, Feigen und Johannisbeeren angewendet.
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  3. Steckholzvermehrung ist einfach und kostengünstig, da sich von einer Mutterpflanze zahlreiche Steckhölzer gewinnen lassen. Für die Anzucht sind keine teuren Kultureinrichtungen wie Gewächshäuser nötig. Die Steckhölzer können im Freiland oder in Töpfen bewurzeln.
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  4. Steckhölzer werden nach dem Laubabwurf während der Vegetationsruhe, meist von November bis Februar, geschnitten. Dafür verwendet man in der Regel einjährige, gut ausgereifte Triebe.
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  5. Anschließend werden die Ruten in etwa 15 bis 20 Zentimeter lange Stücke geschnitten. Das untere Ende liegt knapp unterhalb einer Knospe, das obere etwa 1 bis 2 Zentimeter darüber. Die Steckhölzer werden anschließend mit der richtigen Orientierung so in Erde gesteckt, dass je nach Pflanzenart eine oder mehrere Knospen über der Bodenoberfläche bleiben.
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