Schädlings- und Krankheitsbefall ist oft ein Anzeichen, dass sich die Pflanze nicht wohlfühlt. Der Standort passt ihr nicht oder sie wird falsch gepflegt. Wir Gärtner:innen müssen deshalb die Ansprüche der Pflanzen wie auch die Schädlinge und Krankheiten kennen.

GÄRTNER GRAF bringt uns dieses Wissen aus der Sicht unseres FEIND.BILDES näher.

Asiatische Tigermücke

Foto: Gord Zam/iStock
Mein Name

Mein Name

ASIATISCHE TIGERMÜCKE 

Aedes albopictus 

Foto: James Gathany/CDC/Wikimedia

Meinen Namen «Tigermücke» verdanke ich meinem auffälligen Muster: schwarze und weiße Streifen auf Körper und Beinen. Da ich jedoch nur bis zu einem Zentimeter groß werde, ist dieses Muster oft erst auf den zweiten Blick gut erkennbar.

Wie ich lebe

Foto: Küchenkraut/Wikimedia

Ich bin tagaktiv und steche besonders häufig in den frühen Morgen- und Abendstunden. Für die Produktion der Eier benötigen die Weibchen Blutmahlzeiten, während sich die Männchen hauptsächlich von Pflanzensäften ernähren. Mein Entwicklungszyklus vom Ei bis zur ausgewachsenen Mücke dauert normalerweise etwa 15 bis 20 Tage. Je wärmer die Temperaturen sind, desto schneller entwickle ich mich. Im Hochsommer kann die Entwicklung bereits nach 6 bis 8 Tagen abgeschlossen sein.

Was ich liebe

In Mitteleuropa bin ich vor allem zwischen März und Oktober aktiv, weil ich Wärme bevorzuge. Für meine Fortpflanzung brauche ich kleine Ansammlungen von stehendem Wasser. Deshalb finde ich in vielen Gärten ideale Bedingungen vor: Wasserschalen, Topfuntersetzer, Gießkannen, Regentonnen oder Biotope mit wenig Wasserbewegung bieten perfekte Brutplätze. Auch die Klimaerwärmung begünstigt meine schnelle und weiträumige Ausbreitung.

Foto: Jörg Braukmann/Wikimedia

Was ich nicht mag

Aufmerksame Gartenbesitzer:innen erschweren mir das Leben erheblich. Wer Tränken für Tiere, Untersetzer oder andere Wasserbehälter regelmäßig leert und reinigt, nimmt mir wichtige Brutplätze weg. Auch das Entleeren und Umdrehen von Gießkannen sowie das Abdecken von Regentonnen machen meine Vermehrung deutlich schwieriger.

Wie Du mich vertreibst

Spezielle Mückenfallen, die an schattigen Orten im Garten oder auf der Terrasse aufgestellt werden, helfen dabei, mich frühzeitig zu erkennen und meine Population zu reduzieren. Zusätzlich gibt es biologische Mittel auf Basis eines Bakteriums, das von meinen Larven aufgenommen wird und gezielt zu ihrem Absterben führt. Diese Mittel werden in Wasserbehältern eingesetzt, die über längere Zeit stehen bleiben oder regelmäßig neu gefüllt werden. Wird das Granulat alle 7 bis 14 Tage angewendet, lässt sich meine Vermehrung wirksam eindämmen.

Mückenfalle: biogents.com

Erste Hilfe !

Brauchst du Rat und Tat? Melde dich bei deiner Gärtner:in oder beim Gartencenter in deiner Nähe. Sie kennen sich aus mit unwillkommenen Tieren und kranken Pflanzen.