Schädlings- und Krankheitsbefall ist oft ein Anzeichen, dass sich die Pflanze nicht wohlfühlt. Der Standort passt ihr nicht oder sie wird falsch gepflegt. Wir Gärtner:innen müssen deshalb die Ansprüche der Pflanzen wie auch die Schädlinge und Krankheiten kennen.

GÄRTNER GRAF bringt uns dieses Wissen aus der Sicht unseres FEIND.BILDES näher.

Asiatischer Marienkäfer

Foto: UR Schmidt/Wikimedia
Mein Name

Mein Name

ASIATISCHER MARIENKÄFER 

Harmonia axyridis 

Foto: Diego Delso/Wikimedia/CC BY-SA

Trotz meiner sehr variablen Färbung bin ich meist gut von einheimischen Arten zu unterscheiden. Häufig bin ich gelb oder orange und habe bis zu 19 schwarze Punkte auf den Flügeldecken. Es gibt mich aber auch in anderen Farbvarianten – sogar ganz schwarz ohne Punkte. Auffällig ist mein Halsschild: Er trägt ein markantes schwarzes «M».

Wie ich lebe
Fotos: Entomart/Wikimedia

In der Schweiz wurde ich nie für den biologischen Pflanzenschutz zugelassen. Dennoch bin ich hier erstmals 2006 aufgetreten. Seither habe ich mich stark vermehrt und weit ausgebreitet. Im Herbst suche ich geschützte Orte zum Überwintern. Dabei krieche ich oft in Ritzen und Spalten – etwa in Fensterrahmen, Holzverkleidungen, Dachstöcken oder Rollladenkästen. Im Frühling oder bei vorübergehender Wärme werde ich wieder aktiv und verlasse meine Verstecke.

Was ich liebe

Ich halte mich gerne an sonnenexponierten Hauswänden auf. Dort kannst du mich im Herbst oft in grosser Zahl beobachten. Nicht selten dringe ich durch kleine Spalten in Wohnungen ein und werde für die Bewohner lästig. Wenn ich mich bedroht fühle, sondere ich ein unangenehm riechendes Sekret ab. Im Weinbau sauge ich an verletzten Trauben. Gelange ich bei der Ernte mit in die Presse, kann ich den Geschmack des Weins negativ beeinflussen. Ausserdem ernähre ich mich auch von einheimischen Marienkäferarten.

Foto: Melissa McMaster/Wikimedia
Was ich nicht mag

Da ich weder Menschen noch Pflanzen direkt schade, werde ich meist toleriert. Gegen mich wird daher meist nichts unternommen. Ungünstig für mich ist es, wenn Ritzen und Spalten an Gebäuden abgedichtet werden – dann fehlen mir geeignete Überwinterungsplätze.

Wie Du mich vertreibst

In Wohnungen werde ich oft mit einem Glas eingefangen oder mit dem Staubsauger entfernt. Um mein Eindringen zu verhindern, werden Hohlräume abgedichtet oder mit Silikatstaub (Kieselgur) behandelt. Eine gezielte Bekämpfung ist jedoch schwierig – selbst mit chemischen Mitteln. Daher habe ich derzeit kaum etwas zu befürchten.

Erste Hilfe !

Brauchst du Rat und Tat? Melde dich bei deiner Gärtner:in oder beim Gartencenter in deiner Nähe. Sie kennen sich aus mit unwillkommenen Tieren und kranken Pflanzen.