Finde heraus, welche Pflanze zu dir passt. Diese Tinder-Profile enthalten spannende Hintergrundinfos und einen ausführlichen Steckbrief. Du wirst deine Neugier und deinen Wissensdurst mit Freude sättigen.

Lerne die schönsten Pflanzen kennen.

Breitsame

Steckbrief

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Mein Name

GROßBLÜTIGER BREITSAME

Orlaya grandiflora

Stich: Heinrich Schwenterley/Wikimedia

Der deutsche Botaniker Georg Franz Hoffmann gab mir 1814 meinen botanischen Gattungsnamen Orlaya – zu Ehren des ungarisch-russischen Arztes und Naturforschers Johann Orlay. Mein deutscher Name «Breitsame» bezieht sich dagegen auf die Form meiner Früchte: Sie sind ungewöhnlich breit und flach ausgebildet.

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Mein Aussehen

Illustration: Jacob Sturm/Wikimedia

Ich bin eine hübsche, einjährig wachsende Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Besonders auffällig sind meine äußeren Randblüten. Sie sind stark vergrößert und strahlenförmig angeordnet – ähnlich wie bei der Wilden Möhre. Deshalb werde ich manchmal auch «Strahldolde» genannt. Wie die Wilde Möhre bilde auch ich ein tiefreichendes Wurzelwerk.

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Meine Herkunft

Ursprünglich stamme ich aus dem Mittelmeerraum, Mittelasien und dem Kaukasus. Durch den Menschen gelangte ich schon vor langer Zeit nach Mitteleuropa. Da dies bereits vor 1492 geschah, gelte ich heute als heimisch. Ich wachse vor allem in Äckern, Weinbergen, Brachen und Trockenwiesen.

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Mein Platz bei dir

Ich liebe Licht und Wärme. Besonders wohl fühle ich mich auf humusarmen, steinigen Tonböden. Im Garten eigne ich mich gut als einjährige Füllpflanze für noch junge oder locker bepflanzte Staudenbeete. Wenn ich dir einmal zu viel werde, kannst du mich einfach herausziehen – ich treibe danach nicht erneut aus.

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Meine Besonderheit

2012 wurde ich in einer ethnobotanischen Studie im westlichen Balkan erwähnt. Die Feldforschung dokumentierte das Heilpflanzenwissen älterer Bewohner aus 36 Dörfern der albanischen Alpen im Kosovo. Dabei wurde festgehalten, dass meine blühenden Spitzen dort als Abkochung gegen Verstopfung verwendet werden. Wissenschaftlich ist diese Anwendung jedoch kaum untersucht. Deshalb ist bei einer experimentellen Eigenanwendung Vorsicht geboten – auch weil einige meiner ähnlich aussehenden Verwandten giftig sind.

Ganzes Tinder.Profil

Darf ich mich vorstellen?

Mein Name

GROßBLÜTIGER BREITSAME

Orlaya grandiflora

Stich: Heinrich Schwenterley/Wikimedia

Der deutsche Botaniker Georg Franz Hoffmann gab mir 1814 meinen botanischen Gattungsnamen Orlaya – zu Ehren des ungarisch-russischen Arztes und Naturforschers Johann Orlay. Mein deutscher Name «Breitsame» bezieht sich dagegen auf die Form meiner Früchte: Sie sind ungewöhnlich breit und flach ausgebildet.

Mein Aussehen

Illustration: Jacob Sturm/Wikimedia

Ich bin eine hübsche, einjährig wachsende Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Besonders auffällig sind meine äußeren Randblüten. Sie sind stark vergrößert und strahlenförmig angeordnet – ähnlich wie bei der Wilden Möhre. Deshalb werde ich manchmal auch «Strahldolde» genannt. Wie die Wilde Möhre bilde auch ich ein tiefreichendes Wurzelwerk.

Meine Herkunft

Ursprünglich stamme ich aus dem Mittelmeerraum, Mittelasien und dem Kaukasus. Durch den Menschen gelangte ich schon vor langer Zeit nach Mitteleuropa. Da dies bereits vor 1492 geschah, gelte ich heute als heimisch. Ich wachse vor allem in Äckern, Weinbergen, Brachen und Trockenwiesen.

Mein Platz bei dir

Ich liebe Licht und Wärme. Besonders wohl fühle ich mich auf humusarmen, steinigen Tonböden. Im Garten eigne ich mich gut als einjährige Füllpflanze für noch junge oder locker bepflanzte Staudenbeete. Wenn ich dir einmal zu viel werde, kannst du mich einfach herausziehen – ich treibe danach nicht erneut aus.

Meine Besonderheit

2012 wurde ich in einer ethnobotanischen Studie im westlichen Balkan erwähnt. Die Feldforschung dokumentierte das Heilpflanzenwissen älterer Bewohner aus 36 Dörfern der albanischen Alpen im Kosovo. Dabei wurde festgehalten, dass meine blühenden Spitzen dort als Abkochung gegen Verstopfung verwendet werden. Wissenschaftlich ist diese Anwendung jedoch kaum untersucht. Deshalb ist bei einer experimentellen Eigenanwendung Vorsicht geboten – auch weil einige meiner ähnlich aussehenden Verwandten giftig sind.

Wuchs

Pflanzenhöhe:

50 cm

Form:

aufrechte, beblätterte Stängel ohne grundständigen Blattschopf

Verhalten:

horstig

Blüte

Farbe:

weiß

Zeit:

Juni bis August

Stängel:

verzweigt

Stand:

doldig, trug-, scheindoldig

Form:

kronblättrig, asymmetrisch bis disymmetrisch

Einzelblüte/Blume:

einfach, unscheinbar, aufwärts zeigend

Blatt

Farbe:

grün

Spreite:

fiederteilig, fiederschnittig, fiederspaltig

Form:

länglich bis lanzettlich

Stellung:

wechselständig

Eigenschaften:

leicht behaart

Verwendung & Eigenschaften

Lebensbereiche:

Freifläche und Steinanlagen

Standort:

trockener bis frischer Boden; sonnig

Pflanzabstand:

20 bis 40 cm

Quelle Steckbrief: Die Stauden-DVD; Götz, Häussermann, Sieber; 5., aktualisierte Ausgabe