#Sonne: 83 Beiträge
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  1. Das Bodenskelett wird auch als Grobboden bezeichnet und umfasst die mineralischen Bodenpartikel mit einem Durchmesser von mehr als 2 mm.
    ---
  2. Je nach Größe und Form unterscheidet man Grus, Kies, Steine und Blöcke.
    ---
  3. Der Skelettanteil am Gesamtboden wird meist geschätzt und nur selten durch eine Grobsiebung vor Ort bestimmt. Er wird in Gewichtsprozent angegeben und bezieht sich auf den trockenen Boden.
    ---
  4. Ein Boden mit hohem Skelettanteil ist vereinfacht gesagt ein steiniger Boden.
    ---
  5. Das Bodenskelett stabilisiert den Untergrund, verbessert die Drainage und verhindert Staunässe. Die groben Partikel stützen sich gegenseitig, wodurch der Boden weniger verdichtungsanfällig ist und sich schneller erwärmt. In den Hohlräumen können Wurzeln gut wachsen, allerdings nimmt mit steigendem Skelettanteil der verfügbare Nährstoffgehalt ab.

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Steckbrief

Mein Name

DANFORD-IRIS

Iris danfordiae


[figcaption]Samenbrief: franchisementi.it [/figcaption]

Mein Artname danfordiae ist ein Ehrenname. Er erinnert an Charles Danford, einen britischen Naturforscher und Sammler, der zahlreiche Pflanzen aus dem Nahen Osten, insbesondere Kleinasien, nach Europa brachte.

Mein Aussehen


[figcaption]Foto: jparkers.co.uk [/figcaption]

Goldgelb leuchten meine Blüten und sie sind kaum zu übersehen, da meine viereckigen Blätter zur Blütezeit noch verborgen bleiben. Sie wachsen erst später nach. Als Speicher- und Überdauerungsorgan bilde ich eine Knolle, die häufig fälschlich als Zwiebel bezeichnet wird.

Meine Herkunft

Meine Heimat liegt im kilikischen Taurusgebirge in der Türkei. Dort wachse ich an steinigen Hängen, im lichten Gebüsch und in offenen Nadelwäldern bis in Höhenlagen von etwa 2000 Metern.

Mein Platz bei dir

Ich bevorzuge einen vollsonnigen, gut durchlässigen und im Sommer eher trockenen Standort. Während meiner Wachstumsphase im Frühjahr freue ich mich über eine leichte Düngung. Meine Lebensdauer ist nicht immer sehr lang, doch bei passenden Bedingungen erscheine ich zuverlässig wieder.

Meine Besonderheit

Typisch für mich ist der lange, dunkelgrün gefleckte Nagel meiner Blütenblätter. Dieser verschmälerte, stielartige Abschnitt der Kron- bzw. Perigonblätter hebt sich deutlich von der breiteren Platte ab – ein markantes Erkennungsmerkmal meiner Art.

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Mein Name

DANFORD-IRIS

Iris danfordiae


[figcaption]Samenbrief: franchisementi.it [/figcaption]

Mein Artname danfordiae ist ein Ehrenname. Er erinnert an Charles Danford, einen britischen Naturforscher und Sammler, der zahlreiche Pflanzen aus dem Nahen Osten, insbesondere Kleinasien, nach Europa brachte.

Mein Aussehen


[figcaption]Foto: jparkers.co.uk [/figcaption]

Goldgelb leuchten meine Blüten und sie sind kaum zu übersehen, da meine viereckigen Blätter zur Blütezeit noch verborgen bleiben. Sie wachsen erst später nach. Als Speicher- und Überdauerungsorgan bilde ich eine Knolle, die häufig fälschlich als Zwiebel bezeichnet wird.

Meine Herkunft

Meine Heimat liegt im kilikischen Taurusgebirge in der Türkei. Dort wachse ich an steinigen Hängen, im lichten Gebüsch und in offenen Nadelwäldern bis in Höhenlagen von etwa 2000 Metern.

Mein Platz bei dir

Ich bevorzuge einen vollsonnigen, gut durchlässigen und im Sommer eher trockenen Standort. Während meiner Wachstumsphase im Frühjahr freue ich mich über eine leichte Düngung. Meine Lebensdauer ist nicht immer sehr lang, doch bei passenden Bedingungen erscheine ich zuverlässig wieder.

Meine Besonderheit

Typisch für mich ist der lange, dunkelgrün gefleckte Nagel meiner Blütenblätter. Dieser verschmälerte, stielartige Abschnitt der Kron- bzw. Perigonblätter hebt sich deutlich von der breiteren Platte ab – ein markantes Erkennungsmerkmal meiner Art.

Wuchs

Pflanzenhöhe:

10 cm

Form:

aufrechte Stängel mit grundständigem Blattschopf

Verhalten:

horstig, schwachwachsend

Blüte

Farbe:

hellgelb

Zeit:

März bis April

Stängel:

kurzstängelig, aufrecht

Stand:

einzeln

Form:

zweikreisig

Einzelblüte/Blume:

einfach, aufwärts zeigend

Blatt

Farbe:

grün

Spreite:

einfach, ungeteilt

Form:

lineal, zugespitzt

Rand:

ganzrandig

Stellung:

grundständig, sitzend

Eigenschaften:

glatt, kahl, matt, sommergrün

Verwendung & Eigenschaften

Lebensbereiche:

Steinanlagen

Standort:

trockener Boden; sonnig

Pflanzabstand:

10 bis 15 cm

Quelle Steckbrief: Die Stauden-DVD; Götz, Häussermann, Sieber; 5., aktualisierte Ausgabe

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Steckbrief

Mein Name

MÄRZENBECHER

Leucojum vernum


[figcaption]Illustration: New York Botanical Garden/Wikimedia [/figcaption]

Leucojum stammt aus dem Griechischen: «leukos» bedeutet «weiß» und «ion» «Veilchen», da meine Blüten ähnlich duften. Mein Artname vernum kommt aus dem Lateinischen und bedeutet «Frühling».

Mein Aussehen


[figcaption]Foto: BjörnS/Wikimedia[/figcaption]

Meine Blüten sind auffällig glockenförmig und erscheinen meist einzeln, seltener zu zweit an einem Stiel. Nach der Blüte ziehe ich meine Laubblätter rasch ein. Oft bin ich deshalb schon Ende Mai wieder verschwunden und überlasse anderen Pflanzen den Platz im Garten.

Meine Herkunft

Ich stamme aus feuchten Auen- und Laubmischwäldern Europas und Asiens. Auch auf nährstoffreichen, feuchten Wiesen bis in Höhenlagen von etwa 1600 Metern bin ich zu finden. Da meine Bestände zurückgehen, stehe ich in Deutschland unter strengem Schutz. In Österreich und der Schweiz ist mein Schutzstatus regional geregelt.

Mein Platz bei dir

Am liebsten wachse ich an halbschattigen Standorten. Direkte Sonne und trockene Böden mag ich nicht. Fühle ich mich wohl und werde nicht gestört, breite ich mich durch Selbstaussaat aus und bilde mit der Zeit größere Bestände.

Meine Besonderheit

Oft werde ich mit dem Schneeglöckchen verwechselt. Von ihm unterscheide ich mich durch meinen höheren Wuchs und meine breiteren Blätter. Typisch sind außerdem die hellgrünen Spitzen an meinen weißen Blütenblättern sowie mein auffälliger Fruchtknoten oberhalb der Blütenglocke.

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Mein Name

MÄRZENBECHER

Leucojum vernum


[figcaption]Illustration: New York Botanical Garden/Wikimedia [/figcaption]

Leucojum stammt aus dem Griechischen: «leukos» bedeutet «weiß» und «ion» «Veilchen», da meine Blüten ähnlich duften. Mein Artname vernum kommt aus dem Lateinischen und bedeutet «Frühling».

Mein Aussehen


[figcaption]Foto: BjörnS/Wikimedia[/figcaption]

Meine Blüten sind auffällig glockenförmig und erscheinen meist einzeln, seltener zu zweit an einem Stiel. Nach der Blüte ziehe ich meine Laubblätter rasch ein. Oft bin ich deshalb schon Ende Mai wieder verschwunden und überlasse anderen Pflanzen den Platz im Garten.

Meine Herkunft

Ich stamme aus feuchten Auen- und Laubmischwäldern Europas und Asiens. Auch auf nährstoffreichen, feuchten Wiesen bis in Höhenlagen von etwa 1600 Metern bin ich zu finden. Da meine Bestände zurückgehen, stehe ich in Deutschland unter strengem Schutz. In Österreich und der Schweiz ist mein Schutzstatus regional geregelt.

Mein Platz bei dir

Am liebsten wachse ich an halbschattigen Standorten. Direkte Sonne und trockene Böden mag ich nicht. Fühle ich mich wohl und werde nicht gestört, breite ich mich durch Selbstaussaat aus und bilde mit der Zeit größere Bestände.

Meine Besonderheit

Oft werde ich mit dem Schneeglöckchen verwechselt. Von ihm unterscheide ich mich durch meinen höheren Wuchs und meine breiteren Blätter. Typisch sind außerdem die hellgrünen Spitzen an meinen weißen Blütenblättern sowie mein auffälliger Fruchtknoten oberhalb der Blütenglocke.

Wuchs

Pflanzenhöhe:

20 bis 30 cm

Form:

bogig, aufrechte Stängel mit grundständigem Blattschopf

Verhalten:

horstig

Blüte

Farbe:

weiß

Zeit:

März bis April

Stängel:

unverzweigt, aufrecht, kahl, nicht beblättert

Stand:

einzeln, einblütig

Form:

becherförmig bis kelchförmig

Einzelblüte/Blume:

einfach, hängend, nickend

Blatt

Farbe:

dunkelgrün

Spreite:

einfach, ungeteilt

Form:

lineal, abgerundet

Rand:

ganzrandig

Stellung:

grundständig, sitzend

Eigenschaften:

glatt, kahl, matt, rinnig, gekielt, zieht im Sommer ein

Verwendung & Eigenschaften

Lebensbereiche:

Gehölz und Gehölzrand

Standort:

frischer bis feuchter Boden; absonnig

Pflanzabstand:

10 bis 20 cm

Eigenschaften:

Bienenweide, giftig

Quelle Steckbrief: Die Stauden-DVD; Götz, Häussermann, Sieber; 5., aktualisierte Ausgabe

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Steckbrief

Mein Name

HUFLATTICH

Tussilago farara


[figcaption]Illustration: Lydia Penrose, RHS Digital Collections/Wikimedia [/figcaption]

Mein Gattungsname Tussilago leitet sich vom lateinischen «tussis» (Husten) und «agere» (wegführen, vertreiben) ab und weist auf meine volksheilkundliche Verwendung hin. Die Herkunft des Artnamens farfara ist unklar.

Mein Aussehen

Bereits im März, noch bevor meine Laubblätter austreiben, erscheinen meine Blüten. Ich öffne sie nur bei Sonnenschein. Sie duften leicht nach Honig und werden von Bienen, Käfern und Schwebfliegen gerne besucht. Ich verbreite mich durch Samen sowie durch kriechende, bis zu zwei Meter lange unterirdische Wurzelausläufer.

Meine Herkunft

Ich bin heimisch in Europa, Nordafrika und Asien. Von Natur aus bin ich eine Pionierpflanze und wachse gerne auf feuchten bis nassen, lehmigen Böden. Häufig bin ich an vom Menschen stark beeinträchtigten Standorten zu finden, wie Schuttplätzen, Steinbrüchen sowie an Graben- und Wegrändern.

Mein Platz bei dir

In einem naturnahen Garten siedelst du mich am besten an einem sehr feuchten Standort an. Ich fördere die Biodiversität, da ich für heimische Insekten wichtig bin. Von meinen Blättern ernähren sich die Raupen einiger Schmetterlinge, zum Beispiel Distelfalter, Tagpfauenauge oder Zitronenfalter.


[figcaption]Fotos: Zeynel Cebeci, Charles J. Sharp, Krzysztof Golik/Wikimedia[/figcaption]

Meine Besonderheit


[figcaption]Tee: etsy.com[/figcaption]

Ich gehöre zu den ältesten Hustenmitteln, da ich den Hustenreiz mildere und schleimlösend wirke. Verwendet werden meine getrockneten Laubblätter (Huflattichblätter – Farfarae folium) als Tee. Aufgrund meiner lebertoxischen Pyrrolizidin-Alkaloide (PA) habe ich jedoch in der modernen Pharmazie stark an Bedeutung verloren.

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Mein Name

HUFLATTICH

Tussilago farara


[figcaption]Illustration: Lydia Penrose, RHS Digital Collections/Wikimedia [/figcaption]

Mein Gattungsname Tussilago leitet sich vom lateinischen «tussis» (Husten) und «agere» (wegführen, vertreiben) ab und weist auf meine volksheilkundliche Verwendung hin. Die Herkunft des Artnamens farfara ist unklar.

Mein Aussehen

Bereits im März, noch bevor meine Laubblätter austreiben, erscheinen meine Blüten. Ich öffne sie nur bei Sonnenschein. Sie duften leicht nach Honig und werden von Bienen, Käfern und Schwebfliegen gerne besucht. Ich verbreite mich durch Samen sowie durch kriechende, bis zu zwei Meter lange unterirdische Wurzelausläufer.

Meine Herkunft

Ich bin heimisch in Europa, Nordafrika und Asien. Von Natur aus bin ich eine Pionierpflanze und wachse gerne auf feuchten bis nassen, lehmigen Böden. Häufig bin ich an vom Menschen stark beeinträchtigten Standorten zu finden, wie Schuttplätzen, Steinbrüchen sowie an Graben- und Wegrändern.

Mein Platz bei dir

In einem naturnahen Garten siedelst du mich am besten an einem sehr feuchten Standort an. Ich fördere die Biodiversität, da ich für heimische Insekten wichtig bin. Von meinen Blättern ernähren sich die Raupen einiger Schmetterlinge, zum Beispiel Distelfalter, Tagpfauenauge oder Zitronenfalter.


[figcaption]Fotos: Zeynel Cebeci, Charles J. Sharp, Krzysztof Golik/Wikimedia[/figcaption]

Meine Besonderheit


[figcaption]Tee: etsy.com[/figcaption]

Ich gehöre zu den ältesten Hustenmitteln, da ich den Hustenreiz mildere und schleimlösend wirke. Verwendet werden meine getrockneten Laubblätter (Huflattichblätter – Farfarae folium) als Tee. Aufgrund meiner lebertoxischen Pyrrolizidin-Alkaloide (PA) habe ich jedoch in der modernen Pharmazie stark an Bedeutung verloren.

Wuchs

Höhe Blätter:

30 cm

Höhe Blüten:

15 cm

Form:

flach, ausgebreitet

Verhalten:

ausläuferbildend, wuchernd

Blüte

Farbe:

hellgelb

Zeit:

März bis April

Stängel:

unverzweigt, aufrecht, beblättert

Stand:

einzeln, körbchenartig

Form:

strahlenförmig, radiärsymmetrisch

Einzelblüte/Blume:

einfach, aufwärts zeigend

Blatt

Farbe:

grün

Spreite:

einfach, ungeteilt

Form:

rund bis rundlich, herzförmig

Rand:

gezähnt, gebuchtet

Stellung:

grundständig, gestielt

Eigenschaften:

derb, rau, hart, sommergrün

Verwendung & Eigenschaften

Lebensbereiche:

Freifläche und Wasserrand

Standort:

frischer bis feuchter Boden; sonnig

Pflanzabstand:

30 cm

Eigenschaften:

Heilpflanze

Quelle Steckbrief: Die Stauden-DVD; Götz, Häussermann, Sieber; 5., aktualisierte Ausgabe

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Steckbrief

Mein Name

KLEINES SCHNEEGLÖCKCHEN

Galanthus nivalis

Mein Gattungsname «Galanthus» setzt sich aus dem griechischen «gala» für «Milch» sowie «anthos» für «Blüte» zusammen und weist auf meine reinweißen Blüten hin. «Nivalis» bedeutet «beschneit» und bezieht sich darauf, dass meine Blüten oft aus dem Schnee ragen.


[figcaption]Foto: Krzysztof Ziarnek/Wikimedia[/figcaption]

Mein Aussehen


[figcaption]Illustration: Koninklijke Bibliotheek/Wikimedia[/figcaption]

Ich beeindrucke dich mit zarten, glockenförmigen Blüten, die süßlich duften. Diese anmutigen Blütenköpfe hängen an schlanken Stielen. Von mir gibt es zahlreiche Sorten, von einfach bis gefüllt. Nachdem ich geblüht habe, verschwinde ich bereits im Frühsommer wieder von der Erdoberfläche.

Meine Herkunft

In Europa bin ich von den Pyrenäen bis zur Ukraine beheimatet und gedeihe in Laubwäldern, Auenwäldern und Obstgärten. Ich bin die einzige in Mitteleuropa heimische Schneeglöckchenart, aber komme in der Natur leider nur noch selten vor. Daher stehe ich unter Schutz. 

Mein Platz bei dir

Im Halbschatten zwischen Laubgehölzen fühle ich mich besonders wohl. Ich bevorzuge lockere, humus- und nährstoffreiche Böden, die auch im Sommer nicht austrocknen. Gibst du mir einen solchen Platz, kann ich mich rasch vermehren und im zeitigen Frühjahr einen bezaubernden Blütenteppich erschaffen.

Meine Besonderheit

Aus meinen Zwiebeln hat 1957 ein bulgarisches Forschungsteam erstmals den chemischen Wirkstoff Galantamin isoliert und extrahiert. In der Alzheimer-Therapie wird Galantamin eingesetzt, um den Abbau von Acetylcholin im Gehirn zu verlangsamen und die kognitiven Funktionen zu verbessern. Es kann dazu beitragen, die Symptome der Krankheit zu lindern, insbesondere in den frühen bis mittleren Stadien.

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Mein Name

KLEINES SCHNEEGLÖCKCHEN

Galanthus nivalis

Mein Gattungsname «Galanthus» setzt sich aus dem griechischen «gala» für «Milch» sowie «anthos» für «Blüte» zusammen und weist auf meine reinweißen Blüten hin. «Nivalis» bedeutet «beschneit» und bezieht sich darauf, dass meine Blüten oft aus dem Schnee ragen.


[figcaption]Foto: Krzysztof Ziarnek/Wikimedia[/figcaption]

Mein Aussehen


[figcaption]Illustration: Koninklijke Bibliotheek/Wikimedia[/figcaption]

Ich beeindrucke dich mit zarten, glockenförmigen Blüten, die süßlich duften. Diese anmutigen Blütenköpfe hängen an schlanken Stielen. Von mir gibt es zahlreiche Sorten, von einfach bis gefüllt. Nachdem ich geblüht habe, verschwinde ich bereits im Frühsommer wieder von der Erdoberfläche.

Meine Herkunft

In Europa bin ich von den Pyrenäen bis zur Ukraine beheimatet und gedeihe in Laubwäldern, Auenwäldern und Obstgärten. Ich bin die einzige in Mitteleuropa heimische Schneeglöckchenart, aber komme in der Natur leider nur noch selten vor. Daher stehe ich unter Schutz. 

Mein Platz bei dir

Im Halbschatten zwischen Laubgehölzen fühle ich mich besonders wohl. Ich bevorzuge lockere, humus- und nährstoffreiche Böden, die auch im Sommer nicht austrocknen. Gibst du mir einen solchen Platz, kann ich mich rasch vermehren und im zeitigen Frühjahr einen bezaubernden Blütenteppich erschaffen.

Meine Besonderheit

Aus meinen Zwiebeln hat 1957 ein bulgarisches Forschungsteam erstmals den chemischen Wirkstoff Galantamin isoliert und extrahiert. In der Alzheimer-Therapie wird Galantamin eingesetzt, um den Abbau von Acetylcholin im Gehirn zu verlangsamen und die kognitiven Funktionen zu verbessern. Es kann dazu beitragen, die Symptome der Krankheit zu lindern, insbesondere in den frühen bis mittleren Stadien.

Wuchs

Pflanzenhöhe:

15 cm

Form:

bogig, geneigt

Verhalten:

horstig

Blüte

Farbe:

weiß

Zeit:

Februar bis April

Stängel:

kurzstängelig, unverzweigt, aufrecht, locker bis straff aufrecht, kahl, nicht beblättert

Stand:

einzeln

Form:

zweikreisig

Einzelblüte/Blume:

einfach, hängend

Blatt

Farbe:

graugrün

Spreite:

einfach, ungeteilt

Form:

lineal, abgerundet

Rand:

ganzrandig

Stellung:

grundständig, sitzend

Eigenschaften:

glatt, kahl, bereift, zieht im Sommer ein

Verwendung & Eigenschaften

Lebensbereiche:

Gehölzrand und Freifläche

Standort:

frischer Boden, sonnig bis halbschattig

Pflanzabstand:

5 bis 10 cm

Eigenschaften:

Bienenweide

Quelle Steckbrief: Die Stauden-DVD; Götz, Häussermann, Sieber; 5., aktualisierte Ausgabe

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Steckbrief

Mein Name

SCHNEEHEIDE

Erica carnea


[figcaption]Medaille: Musée Carnavalet/Wikimedia [/figcaption]

Carl von Linné nannte mich zunächst Erica herbacea. Im selben Werk veröffentlichte er jedoch drei Seiten später den Namen E. carnea. Da dieser weit verbreitet war und der frühere Name kaum verwendet wurde, nahm der Internationale Botanische Kongress 1999 einen formellen Antrag an, E. carnea als gültigen Namen beizubehalten.

Mein Aussehen


[figcaption]Illustration: New York Botanical Garden/Wikimedia [/figcaption]

Geliebt werde ich wegen meiner frühen und langen Blüte. Doch auch als immergrüner, reich verzweigter Zwergstrauch mache ich das ganze Jahr über eine gute Figur. Ich bilde polsterartige Bestände und wirke in größeren, zusammenhängenden Flächen besonders schön.

Meine Herkunft

Du triffst mich vor allem in den Alpen, aber auch im Alpenvorland an. Ich gedeihe in Föhrenwäldern und auf trockenen Hängen vom Tal bis in Höhenlagen von 2650 Metern. Zudem komme ich in den Gebirgen West- und Südosteuropas sowie in Marokko vor.

Mein Platz bei dir

Anders als die meisten anderen Erica-Arten gedeihe ich auf Kalkböden. Deshalb lässt sich für mich leicht ein geeigneter Standort finden – ein Grund, warum ich bereits seit 1763 in Großbritannien in Gärten kultiviert werde. Wichtig ist, dass der Boden locker ist und keine Staunässe entsteht.

Meine Besonderheit

Bei mir kannst du häufig eine Peinomorphose beobachten. Das heißt, ich behalte dauerhaft jugendliche Merkmale auch als erwachsene Pflanze. Dies entsteht oft als Anpassung an nährstoffarme, trockene oder extreme Standorte. Durch reduziertes Wachstum, einfache Blätter und geringe Verholzung spare ich Ressourcen und bleibe dennoch langlebig und fortpflanzungsfähig.

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Darf ich mich vorstellen?

Mein Name

SCHNEEHEIDE

Erica carnea


[figcaption]Medaille: Musée Carnavalet/Wikimedia [/figcaption]

Carl von Linné nannte mich zunächst Erica herbacea. Im selben Werk veröffentlichte er jedoch drei Seiten später den Namen E. carnea. Da dieser weit verbreitet war und der frühere Name kaum verwendet wurde, nahm der Internationale Botanische Kongress 1999 einen formellen Antrag an, E. carnea als gültigen Namen beizubehalten.

Mein Aussehen


[figcaption]Illustration: New York Botanical Garden/Wikimedia [/figcaption]

Geliebt werde ich wegen meiner frühen und langen Blüte. Doch auch als immergrüner, reich verzweigter Zwergstrauch mache ich das ganze Jahr über eine gute Figur. Ich bilde polsterartige Bestände und wirke in größeren, zusammenhängenden Flächen besonders schön.

Meine Herkunft

Du triffst mich vor allem in den Alpen, aber auch im Alpenvorland an. Ich gedeihe in Föhrenwäldern und auf trockenen Hängen vom Tal bis in Höhenlagen von 2650 Metern. Zudem komme ich in den Gebirgen West- und Südosteuropas sowie in Marokko vor.

Mein Platz bei dir

Anders als die meisten anderen Erica-Arten gedeihe ich auf Kalkböden. Deshalb lässt sich für mich leicht ein geeigneter Standort finden – ein Grund, warum ich bereits seit 1763 in Großbritannien in Gärten kultiviert werde. Wichtig ist, dass der Boden locker ist und keine Staunässe entsteht.

Meine Besonderheit

Bei mir kannst du häufig eine Peinomorphose beobachten. Das heißt, ich behalte dauerhaft jugendliche Merkmale auch als erwachsene Pflanze. Dies entsteht oft als Anpassung an nährstoffarme, trockene oder extreme Standorte. Durch reduziertes Wachstum, einfache Blätter und geringe Verholzung spare ich Ressourcen und bleibe dennoch langlebig und fortpflanzungsfähig.

Wuchs

Pflanzenhöhe:

bis 30 cm

Form:

Zwergstrauch

Verhalten:

polsterbildend, dicht verzweigt, bodendeckend

Blüte

Farbe:

rosa, purpurrosa, weiß

Zeit:

Dezember bis April

Stängel:

kurz, aufrecht bis leicht überhängend

Stand:

endständig, in dichten Trauben

Form:

glockenförmig

Einzelblüte/Blume:

Einzelblüten zahlreich, dicht stehend

Blatt

Farbe:

dunkelgrün

Spreite:

schmal, nadelförmig

Form:

lineal

Segment:

ungeteilt

Rand:

ganzrandig

Stellung:

quirlig (meist zu viert)

Eigenschaften:

immergrün, ledrig, dicht anliegend

Verwendung & Eigenschaften

Lebensbereiche:

Steingarten, Gehölzrand, Heidegarten

Standort:

sonnig bis halbschattig; trockener bis frischer Boden

Pflanzabstand:

25 – 30 cm

Eigenschaften:

insektenfreundlich

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Steckbrief

Mein Name

ORIENTALISCHE NIESWURZ

Helleborus Orientalis-Hybriden


[figcaption]Gemälde: Charles Thévenin/Wikimedia[/figcaption]

Jean-Baptiste Lamarck beschrieb mich 1789 und gab mir meinen Namen. Eingebürgert hat sich der Name Orientalis-Hybriden, obwohl viele meiner Sorten inzwischen mehr als zwei Elternarten haben. Streng genommen sollte man mich daher als Helleborus-Hybriden bezeichnen.

Mein Aussehen


[figcaption]Illustration: biodiversitylibrary.org/Wikimedia [/figcaption]

Ich bin reich und lange blühend. Doch auch meine Blätter trage ich mit Stolz: Sie sind wirkungsvoll und bieten einen schönen Winteraspekt. Schneidest du sie im zeitigen Frühjahr zurück, kommen meine Blüten besonders gut zur Geltung. Ich biete dir eine große Vielfalt an Farben – von Weiß über Rosa bis hin zu Purpur. Meine Hüllblätter sind auf der Innenseite oft wirkungsvoll gezeichnet. Erst seit vergleichsweise kurzer Zeit gibt es auch halbgefüllte Sorten von mir.

Meine Herkunft

Ursprünglich stamme ich aus der Türkei und dem Kaukasus. Daher fühle ich mich in einem kontinentalen bis submediterranen Waldklima besonders wohl, mit kalten Wintern und eher trockenen Sommern. Die meisten von uns, die heute in Gärten wachsen, sind Kreuzungen – Hybriden – aus unterschiedlichen Elternarten.

Mein Platz bei dir

Am wohlsten fühle ich mich im Halbschatten unter großen, laubabwerfenden Gehölzen. Dort kann ich sehr alt werden. Volle Sonne vertrage ich nur, wenn der Boden ausreichend feucht bleibt. Vorübergehende Trockenheit im Sommer macht mir wenig aus. Hältst du mich jedoch gleichmäßig feucht, danke ich es dir mit einem besonders reichen Blütenflor.

Meine Besonderheit

Meinen Namen «Nieswurz» verdanke ich der früheren Nutzung meiner getrockneten Wurzel. Ihre Saponine lösten beim Schnupfen starkes Niesen aus. Deshalb wurde ich in antiken und mittelalterlichen Schriften als Mittel gegen verstopfte Nasen und zum «Herausniesen» von Krankheiten erwähnt. Wegen meiner Inhaltsstoffe ist dies jedoch riskant: Mein Pflanzensaft kann die Haut reizen, größere Mengen führen zu Brennen in Mund und Rachen.

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Darf ich mich vorstellen?

Mein Name

ORIENTALISCHE NIESWURZ

Helleborus Orientalis-Hybriden


[figcaption]Gemälde: Charles Thévenin/Wikimedia[/figcaption]

Jean-Baptiste Lamarck beschrieb mich 1789 und gab mir meinen Namen. Eingebürgert hat sich der Name Orientalis-Hybriden, obwohl viele meiner Sorten inzwischen mehr als zwei Elternarten haben. Streng genommen sollte man mich daher als Helleborus-Hybriden bezeichnen.

Mein Aussehen


[figcaption]Illustration: biodiversitylibrary.org/Wikimedia [/figcaption]

Ich bin reich und lange blühend. Doch auch meine Blätter trage ich mit Stolz: Sie sind wirkungsvoll und bieten einen schönen Winteraspekt. Schneidest du sie im zeitigen Frühjahr zurück, kommen meine Blüten besonders gut zur Geltung. Ich biete dir eine große Vielfalt an Farben – von Weiß über Rosa bis hin zu Purpur. Meine Hüllblätter sind auf der Innenseite oft wirkungsvoll gezeichnet. Erst seit vergleichsweise kurzer Zeit gibt es auch halbgefüllte Sorten von mir.

Meine Herkunft

Ursprünglich stamme ich aus der Türkei und dem Kaukasus. Daher fühle ich mich in einem kontinentalen bis submediterranen Waldklima besonders wohl, mit kalten Wintern und eher trockenen Sommern. Die meisten von uns, die heute in Gärten wachsen, sind Kreuzungen – Hybriden – aus unterschiedlichen Elternarten.

Mein Platz bei dir

Am wohlsten fühle ich mich im Halbschatten unter großen, laubabwerfenden Gehölzen. Dort kann ich sehr alt werden. Volle Sonne vertrage ich nur, wenn der Boden ausreichend feucht bleibt. Vorübergehende Trockenheit im Sommer macht mir wenig aus. Hältst du mich jedoch gleichmäßig feucht, danke ich es dir mit einem besonders reichen Blütenflor.

Meine Besonderheit

Meinen Namen «Nieswurz» verdanke ich der früheren Nutzung meiner getrockneten Wurzel. Ihre Saponine lösten beim Schnupfen starkes Niesen aus. Deshalb wurde ich in antiken und mittelalterlichen Schriften als Mittel gegen verstopfte Nasen und zum «Herausniesen» von Krankheiten erwähnt. Wegen meiner Inhaltsstoffe ist dies jedoch riskant: Mein Pflanzensaft kann die Haut reizen, größere Mengen führen zu Brennen in Mund und Rachen.

Wuchs

Höhe Blätter:

20 bis 40 cm

Höhe Blüten:

30 bis 40 cm

Form:

ausladend, aufrechte Stängel mit grundständigem Blattschopf

Verhalten:

horstig

Blüte

Farbe:

purpur, rosa, weiß und viele weitere Farben

Zeit:

Februar bis April

Stängel:

kurzstängelig, aufrecht, wenig verzweigt, wenig beblättert

Stand:

mehrblütig, endständig, gabelästig, achselständig

Form:

schalenförmig, radiärsymmetrisch

Einzelblüte/Blume:

einfach, nickend, seitlich zeigend

Blatt

Farbe:

dunkelgrün

Spreite:

einfach, nickend, seitlich zeigend

Form:

rund bis rundlich

Segment:

oval, lanzettlich, breitlanzettlich, spitz, variabel, unterschiedlich

Rand:

gesägt

Stellung:

grundständig, gestielt

Eigenschaften:

glatt, derb, lederig, hart, wintergrün

Verwendung & Eigenschaften

Lebensbereiche:

Gehölzrand und Beet

Standort:

frischer Boden; sonnig bis halbschattig

Pflanzabstand:

40 bis 60 cm

Eigenschaften:

Bienenweide, zum Schnitt geeignet, Blattschmuck, giftig

Quelle Steckbrief: Die Stauden-DVD; Götz, Häussermann, Sieber; 5., aktualisierte Ausgabe

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Steckbrief

Mein Name

CHINESISCHE WINTERBLÜTE

Chimonanthus praecox

Mein Gattungsname «Chimonanthus» setzt sich zusammen aus dem griechischen «cheimon» für «Winter» und «anthos» für «Blüte». Der Artname «praecox» stammt aus dem Lateinischen und bedeutet «früh». Damit weist mein botanischer Name ausschließlich auf meine Blütezeit hin.

Mein Aussehen


[figcaption]Illustration: Sydenham Teast Edwards/Wikimedia[/figcaption]

Als Winterschönheit entzücke ich dich mit meiner frühzeitigen Blüte, noch vor dem Blattaustrieb. Meine Blütenknospen, die ich im Sommer angelegt habe, öffnen sich in milden Wintern bereits vor Weihnachten. Im Herbst verabschieden sich meine Blätter mit einem goldenen Leuchten.

Meine Herkunft

Heimisch bin ich in China, vor allem in den Bergregionen der Provinzen Zhejiang, Anhui und Jiangxi. Dort wachse ich in Wäldern und Dickichten sowie an Hängen und in Schluchten.


[figcaption]Porträt: Bassano/Wikimedia [/figcaption]

1766 bin ich über Japan nach England gebracht worden. Dort haben mich Gärtner im Wintergarten von Croome Court, Worcestershire, für den sechsten Earl of Coventry kultiviert.

Mein Platz bei dir

Temperaturen bis minus 10 °C ertrage ich problemlos, doch bei starkem Dauerfrost erfrieren meine Blütenknospen. Pflanz mich deshalb an einer geschützten, nach Süden ausgerichteten Hauswand, wo die wärmende Wintersonne meinen angenehmen Duft verstärkt.

Meine Besonderheit

Auf Persisch heiße ich «gol-e yakh», was «Eisblume» bedeutet. Im Iran werde ich oft angebaut, da ich seit Jahrhunderten ein beliebtes Motiv in Poesie, Literatur und Musik bin. Ein moderneres persisches Musikbeispiel ist das Lied «Gol-e Yakh» von Kourosh Yaghmaei. Aber ich bin auch international beliebt – 2018 wurden meine Blüten ausgewählt, das Wappen von Meghan, der Duchess of Sussex, zu zieren. 


[figcaption]Illustration: Wikimedia[/figcaption]

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Mein Name

CHINESISCHE WINTERBLÜTE

Chimonanthus praecox

Mein Gattungsname «Chimonanthus» setzt sich zusammen aus dem griechischen «cheimon» für «Winter» und «anthos» für «Blüte». Der Artname «praecox» stammt aus dem Lateinischen und bedeutet «früh». Damit weist mein botanischer Name ausschließlich auf meine Blütezeit hin.

Mein Aussehen


[figcaption]Illustration: Sydenham Teast Edwards/Wikimedia[/figcaption]

Als Winterschönheit entzücke ich dich mit meiner frühzeitigen Blüte, noch vor dem Blattaustrieb. Meine Blütenknospen, die ich im Sommer angelegt habe, öffnen sich in milden Wintern bereits vor Weihnachten. Im Herbst verabschieden sich meine Blätter mit einem goldenen Leuchten.

Meine Herkunft

Heimisch bin ich in China, vor allem in den Bergregionen der Provinzen Zhejiang, Anhui und Jiangxi. Dort wachse ich in Wäldern und Dickichten sowie an Hängen und in Schluchten.


[figcaption]Porträt: Bassano/Wikimedia [/figcaption]

1766 bin ich über Japan nach England gebracht worden. Dort haben mich Gärtner im Wintergarten von Croome Court, Worcestershire, für den sechsten Earl of Coventry kultiviert.

Mein Platz bei dir

Temperaturen bis minus 10 °C ertrage ich problemlos, doch bei starkem Dauerfrost erfrieren meine Blütenknospen. Pflanz mich deshalb an einer geschützten, nach Süden ausgerichteten Hauswand, wo die wärmende Wintersonne meinen angenehmen Duft verstärkt.

Meine Besonderheit

Auf Persisch heiße ich «gol-e yakh», was «Eisblume» bedeutet. Im Iran werde ich oft angebaut, da ich seit Jahrhunderten ein beliebtes Motiv in Poesie, Literatur und Musik bin. Ein moderneres persisches Musikbeispiel ist das Lied «Gol-e Yakh» von Kourosh Yaghmaei. Aber ich bin auch international beliebt – 2018 wurden meine Blüten ausgewählt, das Wappen von Meghan, der Duchess of Sussex, zu zieren. 


[figcaption]Illustration: Wikimedia[/figcaption]

Wuchs

Pflanzenhöhe:

400 cm

Form:

aufrecht, sparrig

Verhalten:

Strauch

Blüte

Farbe:

hellgelb, innen purpurrot

Zeit:

Januar bis März

Stängel:

sitzend oder sehr kurz gestielt

Stand:

achselständig, hängend

Form:

becher- bis glockenförmig

Einzelblüte/Blume:

duftend

Größe:

ca. 2,5 cm

Blatt

Farbe:

hellgrün

Spreite:

spitz

Form:

elliptisch bis eiförmig

Rand:

ganzrandig

Stellung:

gegenständig

Eigenschaften:

glänzend, kahl, sommergrün

Verwendung & Eigenschaften

Standort:

feuchter, nährstoffreicher Boden, sonnig bis halbschattig

Eigenschaften:

Herbstfärbung

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Steckbrief

Mein Name

SCHMETTERLINGSORCHIDEE

Phalaenopsis


[figcaption]Oelbild: Schwedisches Nationalmuseum/Wikimedia[/figcaption]

Mein botanischer Name wurde mir vom schwedischen Botaniker Carl von Linné verliehen. Beim Anblick meiner Blüten fühlte er sich an herumfliegende Nachtfalter der Gattung «Phalaena» erinnert. Aus diesem Grund leitet sich mein Gattungsname von den griechischen Wörtern «phalaina» (Nachtfalter) und «opsis» (Anblick) ab.

Mein Aussehen

Ohne Seitentriebe wachsen meine Blütenstängel bis zu einer beeindruckenden Höhe von 100 cm. Es gibt jedoch auch spezielle Züchtungen, die nicht höher als 10 cm werden. Oft präsentiere ich mehrere Blüten gleichzeitig, die durch ihre einzigartige Form bestechen und in nahezu allen Farben und besonderen Musterungen erstrahlen.

Meine Herkunft


[figcaption]Foto: Shi Yali/iStock[/figcaption]

Es gibt rund 100 verschiedene Arten und natürliche Hybriden von mir. Beheimatet bin ich vor allem in den tropischen Regenwäldern Südostasiens, gelegentlich bin ich aber auch in Indien und China zu finden. Zusätzlich existieren etwa 25 000 gezüchtete Kulturhybriden, und jedes Jahr kommen etwa 300 neue Sorten hinzu.

Mein Platz bei dir


[figcaption]Foto: Marina Kositsyna/iStock [/figcaption]

Am wohlsten fühle ich mich bei Temperaturen von 18 bis 20 °C am Tag. Nachts darf es gerne etwas kühler sein, allerdings sollten die Temperaturen nicht unter 16 °C fallen. Ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung und ohne Zugluft ist für mich ideal. Meine Wurzeln mögen es nicht, dauerhaft im Wasser zu stehen – überschüssiges Wasser solltest du daher sofort abgießen.

Meine Besonderheit


[figcaption]Illustration: L. Stroobant/Wikimedia[/figcaption]

Ich bin ein «Epiphyt» – auch Aufsitzerpflanze genannt –, da ich auf anderen Pflanzen wachse, ohne ihnen Nährstoffe zu entziehen. So erreiche ich mehr Licht als am Waldboden, habe aber keinen direkten Zugang zu Wasser und Nährstoffen. Dank evolutionärer Anpassungen nehme ich Feuchtigkeit aus der Luft über Schuppenhaare auf, sammle Regenwasser in Blatttrichtern oder speichere es in meinen schwammartigen Luftwurzeln. 

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Mein Name

SCHMETTERLINGSORCHIDEE

Phalaenopsis


[figcaption]Oelbild: Schwedisches Nationalmuseum/Wikimedia[/figcaption]

Mein botanischer Name wurde mir vom schwedischen Botaniker Carl von Linné verliehen. Beim Anblick meiner Blüten fühlte er sich an herumfliegende Nachtfalter der Gattung «Phalaena» erinnert. Aus diesem Grund leitet sich mein Gattungsname von den griechischen Wörtern «phalaina» (Nachtfalter) und «opsis» (Anblick) ab.

Mein Aussehen

Ohne Seitentriebe wachsen meine Blütenstängel bis zu einer beeindruckenden Höhe von 100 cm. Es gibt jedoch auch spezielle Züchtungen, die nicht höher als 10 cm werden. Oft präsentiere ich mehrere Blüten gleichzeitig, die durch ihre einzigartige Form bestechen und in nahezu allen Farben und besonderen Musterungen erstrahlen.

Meine Herkunft


[figcaption]Foto: Shi Yali/iStock[/figcaption]

Es gibt rund 100 verschiedene Arten und natürliche Hybriden von mir. Beheimatet bin ich vor allem in den tropischen Regenwäldern Südostasiens, gelegentlich bin ich aber auch in Indien und China zu finden. Zusätzlich existieren etwa 25 000 gezüchtete Kulturhybriden, und jedes Jahr kommen etwa 300 neue Sorten hinzu.

Mein Platz bei dir


[figcaption]Foto: Marina Kositsyna/iStock [/figcaption]

Am wohlsten fühle ich mich bei Temperaturen von 18 bis 20 °C am Tag. Nachts darf es gerne etwas kühler sein, allerdings sollten die Temperaturen nicht unter 16 °C fallen. Ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung und ohne Zugluft ist für mich ideal. Meine Wurzeln mögen es nicht, dauerhaft im Wasser zu stehen – überschüssiges Wasser solltest du daher sofort abgießen.

Meine Besonderheit


[figcaption]Illustration: L. Stroobant/Wikimedia[/figcaption]

Ich bin ein «Epiphyt» – auch Aufsitzerpflanze genannt –, da ich auf anderen Pflanzen wachse, ohne ihnen Nährstoffe zu entziehen. So erreiche ich mehr Licht als am Waldboden, habe aber keinen direkten Zugang zu Wasser und Nährstoffen. Dank evolutionärer Anpassungen nehme ich Feuchtigkeit aus der Luft über Schuppenhaare auf, sammle Regenwasser in Blatttrichtern oder speichere es in meinen schwammartigen Luftwurzeln. 

Wuchs

Pflanzenhöhe:

bis 100 cm

Form:

monopodial, rosettenartige Grundblattrosette mit langem Stängel ohne Seitentriebe

Verhalten:

epiphytisch

Blüte

Farbe:

vielfältig – Weiß, Rosa, Gelb, Lila, oft mit Mustern oder Farbübergängen

Zeit:

ganzjährig, Hauptblütezeit meist Herbst bis Frühjahr

Stängel:

langer, biegsamer Blütenstängel

Form:

ähnelt Schmetterlingen, fünf Blütenblätter und eine zentrale Lippe

Blatt

Farbe:

dunkelgrün

Form:

breit-elliptisch, oval

Rand:

ganzrandig

Stellung:

wechselständig in einer Rosette angeordnet

Eigenschaften:

glatt, fleischig, z.T. leicht glänzend, immergrün

Verwendung & Eigenschaften

Lebensbereiche:

Innenräume

Standort:

hell, hohe Luftfeuchtigkeit

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Steckbrief

Mein Name

ZIMMERAZALEE

Rhododendron simsii


[figcaption]Gemälde: Charles Robert Leslie/Wikimedia[/figcaption]

Mein deutscher Name Azalee stammt vom griechischen Wort «azaleos» für «trocken» und bezieht sich vermutlich auf die Struktur meiner holzigen Zweige. Meinen botanischen Artnamen «simsii» trage ich zu Ehren von John Sims, dem Herausgeber des «Curtis’s Botanical Magazine».

Mein Aussehen

Beeindruckend ist meine Blütenvielfalt. Ich bezaubere dich mit einem Farbspektrum von weiß bis dunkelrot. Und die Blütenformen umfassen einfache, gefüllte, klein- und großblumige Variationen. Den edlen Hintergrund für dieses faszinierende Schauspiel bilden meine ledrigen dunkelgrünen Blätter.

Meine Herkunft

Ich komme aus den Bergregionen Südostasiens, darunter Indien, China und Thailand. Dort gedeihe ich in Höhenlagen von 500 bis 2700 Metern auf feuchten Böden. Nach Europa eingeführt wurde ich im Jahr 1810 – seither entstanden hunderte wunderbare Sorten von mir.

Mein Platz bei dir

Je kühler ich bei dir zu Hause stehe, umso länger blühe ich. Und lass mich bitte nie völlig austrocknen. Zum Gießen verwendest du abgestandenes oder abgekochtes Wasser, weil darin der Kalkgehalt geringer ist. Bin ich verblüht, wirf mich nicht weg: Ab Mitte Mai kannst du mich in den Garten an einen halbschattigen Standort mit humoser, lockerer Erde setzen. Im Herbst kannst du mich wieder nach drinnen holen und ich blühe dann erneut den ganzen Winter.

Meine Besonderheit

Du kannst meine Wurzeln in Moos einpacken und dann die gesamte Kugel mit Schnur umwickeln. So hängst du mich platzsparend an der Decke auf oder stellst mich in ein Regal. Vermutlich haben diese «Kokedama»-Mooskugeln japanische Bauern in der Edo-Zeit (1603–1868) entwickelt, weil ihnen das Geld für Blumentöpfe fehlte.


[figcaption]Foto: La Florida studio/Wikimedia[/figcaption]

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Mein Name

ZIMMERAZALEE

Rhododendron simsii


[figcaption]Gemälde: Charles Robert Leslie/Wikimedia[/figcaption]

Mein deutscher Name Azalee stammt vom griechischen Wort «azaleos» für «trocken» und bezieht sich vermutlich auf die Struktur meiner holzigen Zweige. Meinen botanischen Artnamen «simsii» trage ich zu Ehren von John Sims, dem Herausgeber des «Curtis’s Botanical Magazine».

Mein Aussehen

Beeindruckend ist meine Blütenvielfalt. Ich bezaubere dich mit einem Farbspektrum von weiß bis dunkelrot. Und die Blütenformen umfassen einfache, gefüllte, klein- und großblumige Variationen. Den edlen Hintergrund für dieses faszinierende Schauspiel bilden meine ledrigen dunkelgrünen Blätter.

Meine Herkunft

Ich komme aus den Bergregionen Südostasiens, darunter Indien, China und Thailand. Dort gedeihe ich in Höhenlagen von 500 bis 2700 Metern auf feuchten Böden. Nach Europa eingeführt wurde ich im Jahr 1810 – seither entstanden hunderte wunderbare Sorten von mir.

Mein Platz bei dir

Je kühler ich bei dir zu Hause stehe, umso länger blühe ich. Und lass mich bitte nie völlig austrocknen. Zum Gießen verwendest du abgestandenes oder abgekochtes Wasser, weil darin der Kalkgehalt geringer ist. Bin ich verblüht, wirf mich nicht weg: Ab Mitte Mai kannst du mich in den Garten an einen halbschattigen Standort mit humoser, lockerer Erde setzen. Im Herbst kannst du mich wieder nach drinnen holen und ich blühe dann erneut den ganzen Winter.

Meine Besonderheit

Du kannst meine Wurzeln in Moos einpacken und dann die gesamte Kugel mit Schnur umwickeln. So hängst du mich platzsparend an der Decke auf oder stellst mich in ein Regal. Vermutlich haben diese «Kokedama»-Mooskugeln japanische Bauern in der Edo-Zeit (1603–1868) entwickelt, weil ihnen das Geld für Blumentöpfe fehlte.


[figcaption]Foto: La Florida studio/Wikimedia[/figcaption]

Wuchs

Pflanzenhöhe:

15 bis 150 cm

Form:

buschig, kugelförmig, aufrecht, kompakt

Verhalten:

Kleinstrauch

Blüte

Farbe:

weiß, gelb, rot, rosa, violett

Zeit:

Oktober bis Mai

Stängel:

Bräunlich, behaart

Stand:

traubig

Form:

trichterförmig

Einzelblüte/Blume:

einfach und gefüllt

Blatt

Farbe:

dunkelgrün

Spreite:

lanzettlich bis elliptisch-eiförmig

Segment:

ungeteilt

Rand:

ganzrandig

Stellung:

gegenstänig

Eigenschaften:

ledrig, leicht behaart, immergrün

Verwendung & Eigenschaften

Lebensbereiche:

Zimmerpflanze, Moorbeetpflanze

Standort:

kühl, hell, saure Erde

Eigenschaften:

giftig

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